IDR (Intelligent Document Recognition) im Wissensmanagement

Intelligent Document RecognitionEines der meistdiskutierten Themen in Großunternehmen ist derzeit die Frage wie die „Big Data“-Herausforderungen effizient gemeistert werden können. Dies meist im Hinblick auf die Kundenbeziehung. Allerdings bringen entsprechende Lösungen auch zahlreiche Vorteile für Firmen-interne Prozesse mit.

Ob im Service oder in den Fachabteilungen – die Verfügbarkeit von Wissen ist enorm wichtig für den Workflow im Betrieb. Häufig steht den Mitarbeitern jedoch nur ein Bruchteil der möglichen Informationen zur Verfügung. Der häufigste Grund: Es fehlt an entsprechender Technologie zur Erfassung und Verwaltung von Daten bzw. ist diese ineffizient und veraltet.

Grafische und regelbasierte Software hat zwar ihre Vorzüge in speziellen Disziplinen, ist für die Verarbeitung unstrukturierter Daten aber denkbar ungeeignet. Die Reduktion der Variabilität des Eingang-Materials ist ein Workaround um mit den Schwächen älterer Technologie umzugehen – bspw. die Erstellung und Verknüpfung einer spezifischen Mail-Adresse (rechnungen@xy.de) um die Software mit leichter zu verarbeitenden semi-strukturierten Daten zu füttern.

Hier kommt nun KI-basierte Wissensmanagement Software ins Spiel. Ein solches System ist in der Lage unstrukturierte Daten zu identifizieren, selbstständig zu extrahieren und diese zur Verwendung zur Verfügung zu stellen. Mittels IDR-Technologie, die automatisiert und Kontext-basiert Daten aus jeglicher Quelle verarbeiten kann, sind Nutzer in der Lage Wissen mit einem Mindestmaß an Verwaltungsarbeit aufzubauen und Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Der Einsatzzweck solcher Lösungen ist natürlich nicht nur auf den Aufbau einer Knowledge Base reduziert. Sie ist ebenso im Kunden Self Service, als auch in der Korrespondenz oder in Geschäftsprozessen im Einsatz.

In der Praxis haben ausgewählte Mitarbeiter eines Unternehmens somit Zugriff auf alle Wissensquellen der Organisation (Dokumente, Korrespondenz, Social Media, Wikis etc.). Ein dynamisches Bewertungssystem hilft der Software relevantes zu erkennen und zu priorisieren. Speziell im Service sind Workflow-unterstützende Funktionen wie die automatische Indizierung von Inhalten oder das Q&A Scripting (Gesprächsleitfaden) einer schnellen Lösungsfindung äußerst zuträglich. Obwohl die automatisierten Funktionen i.d.R. eine Lösung herbeiführen, enthält moderne, kognitive Wissensmanagement Software für gewöhnlich umfangreiche Kommunikations-Features wie Team-Chat, Fachforen oder Messaging. Das nahtlose Zusammenspiel aus dem menschlichen Faktor und selbstlernender Algorithmen fühlt sich organischer an, als regelbasierte Software und stellt darüber hinaus die effizienteste Lösung im Umgang mit großen Mengen an Informationen aus verschiedensten Quellen dar.

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