Intranets sind selten ein Ersatz für Knowledge Management Software

Intranet sind selten ein Ersatz für Knowledge Management ToolsDie Verfügbarkeit von Wissen wird in der Digitalisierung entscheidend. Doch die Studie der NetFederation legt nahe: Firmen-Intranets sind selten so konzipiert, dass sie dem Wissensbedarf eines Unternehmens gerecht werden. Denn sie beziehen das Verhalten ihrer Nutzer bei der Verwendung kaum ein. Die Folge: kein Wissensinhalt ist wirklich relevanter als der andere. Ist Künstliche Intelligenz in der Knowledge Management-Software der Schlüssel?

Firmeninterne Webseiten sind selten übersichtlich. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Online-Umfrage des Beratungsunternehmens NetFederation. Nur 38 Prozent der befragten Intranet-Nutzer äußerten sich demnach zufrieden mit Usability und Nutzen von Firmen-Intranets. Ihre Inhalte lassen sich nicht gezielt und effizient abrufen und verwerten. Als Grund gilt in erster Linie, dass der Inhalt zu statisch ist: Informationen aktualisieren sich kaum. Inhalte werden zudem nicht wirksam nutzbar gemacht, weil die für die individuellen Mitarbeiter-Profile relevanten Daten fast nie in abzurufende Informationen umgewandelt werden. Suchen – sofern die Option überhaupt vorhanden ist – führen so nur sporadisch zum Erfolg.

Die Folge: Mangelnde Akzeptanz und steigende Unzufriedenheit bei Mitarbeitern führen dazu, dass das Intranet immer weniger genutzt wird. Damit riskieren Unternehmen die optimale Vernetzung von Wissensarbeit. Potentiale der Mitarbeiterkommunikation bleiben ungenutzt. Intranets reichen auf diese Weise immer weniger an eine unternehmensübergreifende Knowledge Management-Software heran – besonders wenn diese mit Technologien Künstlicher Intelligenz entwickelt wurde.

Wissensmanagement-Systeme, die auf KI (Künstliche Intelligenz) beruhen, bieten ein großes Potential für die Informationsbereitstellung. Ihre Algorithmen erkennen im Rahmen einer Textanalyse Muster in Wissensquellen und -inhalten und setzen diese in Kontext zum impliziten (durch besuchte Inhalte) und expliziten (durch die gezielte Suche nach Begriffen) Verhalten der Nutzer. Mitarbeiter und Systeme werden so mit relevanten Unternehmensinformationen versorgt – im Moment der Prozess-Bearbeitung ist dies von entscheidender Bedeutung. Und genau diese Relevanz wird massiv unterschätzt, davor warnen die Marktanalysten von Gartner und Forrester schon lange. Intranets schöpfen längst bestehende Möglichkeiten nicht aus. Und wie die Studie der NetFederation zeigt – schlecht gepflegte erst recht nicht.

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