Wissensmanagement spart Geld und beschleunigt Prozesse

Wissensmanagement spart GeldStellen Sie sich einmal vor, Sie wüssten alles, was Ihr Unternehmen weiß. Das kann wohl kein Individuum Ihrer Organisation von sich behaupten, aber möglich wäre dies theoretisch.

Was würde aus diesem Wissen wohl resultieren? Klügere Entscheidungen mit mehr Weitblick? Komplette Transparenz hinsichtlich aller Prozesse? Mehr Umsatz und Gewinn?

Wieso also ist die Investition in Wissen nicht Ihre Top-Priorität?

Kann ich nicht einfach Wikipedia nutzen?

Wer das Wissen eines Unternehmens managen möchte, braucht eine entsprechende Software dazu. Das beste Beispiel für die Verwaltung von Schwarmintelligenz ist Wikipedia. Dieses basiert auf einer Open Source Wiki-Software und fällt in die Kategorie der Public-Wikis. Wikipedia selbst ist so umfangreich geworden, dass man sich als Unternehmer natürlich zurecht fragt, wozu man noch eine eigene Wissensplattform aufbauen soll. Diese Frage ist einfach beantwortet – bei allem globalen Know-How, gelten im Hinblick auf Ihr Geschäft und Ihre Unternehmensstrukturen eigene Regeln und Gesetze. Alle Ihre Mitarbeiter bündeln Spezialwissen, das auf Ihre Firma zugeschnitten ist. Viele Ihrer Daten gehen die Öffentlichkeit weder etwas an, noch können Sie diese dort beziehen.

Beispiele für den konkreten Nutzen

Siemens war eine der ersten Firmen, die den Wert eines Wissensmanagements erkannte und umfangreich investierte. Für die Telekommunikationssparte ICN gab man seinerzeit 15 Millionen DM aus. Am Ende stellte sich heraus, dass durch Maßnahmen, die aus dem Wissensmanagement resultierten, 280 Millionen gespart werden konnten.

Oder nehmen wir den Fall Texas Instruments zur Veranschaulichung: Denen gelang es mittels ihrer Wissensmanagement-Maßnahmen (Englisch: Knowledge Management) ihre 13 Fabriken so gut zu vernetzen, dass der angedachte Bau einer weiteren Fabrik nicht mehr nötig war. Einsparung: Satte 1,5 Milliarden Dollar.

Und wie funktioniert so etwas im Detail?

Stellen Sie sich Ihr optimaler Weise selbstlernendes Wissensmanagement-System wie ein Haus vor: Das Fundament sind Ihre Infrastruktur, bereits verfügbare Inhalte und die Menschen in Ihrem Betrieb. Auf der mittleren Ebene stehen Ihre laufenden Prozesse und Ihre Produkte. Abgerundet wird das System von dem Know-How und den Daten, die Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner in der tagtäglichen Korrespondenz beisteuern.

Mit einem gut gepflegten Wissensmanagement-System spüren Sie immer wieder auftretende Fehler auf, Mitarbeiter können schneller Lösungen finden, Ihre Prozesse beschleunigen sich und die gestiegene Produktivität und Kreativität kommt Ihren Produkten und Leistungen zugute.

Voraussetzung hierfür ist, dass Sie Wissensmanagement nicht nur als Software-Lösung verstehen, sondern als eine innere Haltung der Lernbereitschaft und Flexibilität.

Recyclen Sie bereits angewandtes Know-How

Häufig werden in Unternehmen Projekte umgesetzt und nicht ausreichend dokumentiert. Unabhängig von Erfolg oder Misserfolg, lässt sich aus nahezu allen Erfahrungen etwas lernen. Ist es aber nicht dokumentiert, dann ist es nie geschehen. Einer Umfrage von HP Consulting und Services nach zu urteilen, sind 20% bis 40% der Dokumente aus alten Projekten wiederverwertbar und sparen etwa 20% bis 25% Zeit im Folgeprojekt.

Aber wo beginnen?

Starten Sie mit kleinen Schritten und zwar in dem Bereich, in dem Sie den größten Nutzen erwarten. Involvieren Sie begeisterungsfähige Mitarbeiter als Lead-User. Setzen Sie ein Pilotprojekt dazu fest und lassen Sie die Mitarbeiter möglichst frei und wenig restriktiv an dem Projekt arbeiten. Bei Erfolg launchen Sie das Tool unternehmensweit und starten bereits mit erstem Content. Sorgen Sie dafür, dass sich weitere interne Experten-Netzwerke bilden, die das Projekt vorantreiben.

Hat Ihnen dieser Einsteiger-Artikel weitergeholfen? Haben Sie selbst schon Erfahrungen mit Wissensmanagement Software gemacht? Lassen Sie es uns wissen – wir freuen uns auf Ihren Kommentar zum Thema…!

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